img 20170812 wa0006 aimg 20170812 wa0008 aimg 20170813 wa0001 aimg 20170813 wa0010 aimg 20170813 wa0014 a„Moin, Moin“ hieß es für einige Athleten von W+F Münster am letzten Wochenende. Die Premiere des Ironman Hamburg war sowohl für die zahlreichen Starter/innen als auch für die fleißigen Supporter und Fans aus Münster etwas ganz Besonderes. Unter ihnen feierte Eike Sauerland ihr Debüt auf der Langdistanz – mit Bravour.

Am Freitagmorgen machten sich die Langdistanzler samt ihren treuen Fans auf in die Hansestadt. Pünktlich zur Grenzüberschreitung setzte das typische Hamburger Wetter ein. Von dem Dauerregen ließen sich die Athleten aber nicht abschrecken. So wurde schnell die Regenkleidung übergezogen und das Wettkampfgelände besichtigt. Da nicht alle Münsteraner in derselben Unterkunft untergebracht waren, traf man sich bei der Wettkampfbesprechung für ein kurzes Pläuschchen, bevor alle wieder „zuhause“ die Füße hochlegten. Schließlich galt es, sich so wenig wie nötig zu bewegen und so viel wie möglich zu essen. Da die Nudelparty am Abend nicht so vielversprechend ausfiel und der Auftritt eines Shantychors nicht jeden Musikgeschmack traf, ging es früh ins Bett.

Der nächste Tag begann wie der Vorherige endete – maximale Ruhe mit abwechselnden Phasen der Energiezufuhr. Man könnte sagen: Ein Leben im Paradies. Das Einchecken der Räder erfolgte – wie sich vermuten lässt – bei Dauerregen. Der einzige Lichtblick war die hauseigene Nudelparty am Abend in der Wohngemeinschaft in Hamburg-Altona. Inzwischen war auch Herbergsvater Christoph Sauerland angereist, der an diesem Abend für die immer noch hungrige Truppe den Kochlöffel schwang. 

Nachdem die letzten Startnummern-Tattoos aufgeklebt waren, begab man sich ins Bett. Langsam war die Nervosität zu spüren. War auch wirklich alles im Beutel für das Radfahren verstaut? Soll ich die Schuhe auf dem Rad befestigen oder laufe ich damit durch die Wechselzone? Fragen über Fragen gingen einigen Athleten noch durch den Kopf bevor am nächsten Morgen der erste Wecker um 3:30 Uhr klingelte. 

Ein gemeinsames kleines Frühstück mit Marmeladen-Brötchen ging schnell zu Ende. Man packte die restlichen Sachen und zog sich um. „Muddi“ Monika Schürmann hatte am Vortag bereits mit Butter gefüllte Brezel gepackt, die den Athleten als Proviant für den bevorstehenden Tag ausgeteilt wurden. Und dann war es auch schon so weit, es ging mit dem Bus Richtung Wechselzone. Die restlichen Vorbereitungen wurden getroffen, man quetschte sich in die Neopren-Haut. Spätestens jetzt fragte man sich, ob die Energiezufuhr der letzten Tage vielleicht nicht doch etwas üppig ausgefallen war.

Im sogenannten „Rolling-Start“ begab man sich in die 19 °C kühle Alster. Die 3,8 km mit einem kurzen Landgang vergingen für die Münsteraner Starter/innen zügig. Möglichweise wollte man schnell wieder aus dem doch sehr dunklen und kühlen Wasser heraus. 

Die abwechslungsreiche Radstrecke durch die Hafencity und die Harburger Berge musste zwei Mal gefahren werden, sodass am Ende 182 km auf dem Tacho standen. Die legendäre Köhlbrand-Brücke bot einen grandiosen Blick über den Hafen. Hamburg zeigte sich von seiner besten Seite und sogar ohne Regen, dafür war es aber windig. 

Anschließend waren vier Runden entlang der Alster zu laufen bevor am Ende des Tages ein Marathon mit 42,2 km in den Beinen steckte und es im Ziel hieß „You are an Ironman“. Etliche Fans und Supporter standen verteilt an der Strecken und gaben ihr Bestes, die Starter/innen voranzutreiben. Es war immer wieder schön, bekannte Gesichter zu sehen. 

Als schnellster Athlet von W+F Münster konnte Philipp Rowoldt als Erster vor dem Rathaus den Zielkanal überqueren. „Rookie“ Eike Sauerland bestand die Feuertaufe und kann sich nun „Iron-Lady“ nennen. Alle Starter/innen waren zufrieden mit ihren Ergebnissen und ließen den Tag gemütlich ausklingen. 

Platz Pl.AK Name AK Swim Trans 1 Bike Trans 2 Run Ziel
20 5 Rowoldt, Philipp  35 00:56:58 00:04:33 04:55:04 00:03:29 03:13:36 09:13:38
484 96 Schlenkhoff, Moritz  30 01:05:02 00:05:50 05:25:03 00:04:51 04:04:59 10:45:43
686 131 Weers, Thomas  45 01:08:02 00:06:13 05:21:27 00:05:25 04:29:36 11:10:41
720 139 Uphoff, Dirk  40 01:06:05 00:07:38 05:37:27 00:04:10 04:20:13 11:15:31
72 8 Grueger, Claudia  50 01:17:36 00:07:50 05:56:30 00:05:03 04:08:06 11:35:03
1117 208 Kuberka, Alexander  40 01:22:40 00:09:16 05:51:58 00:09:33 04:27:36 12:01:02
101 17 Stüllein, Bettina  40 01:26:12 00:06:55 05:51:33 00:07:07 04:29:23 12:01:09
123 15 Sauerland, Eike  45 01:18:27 00:07:44 06:05:58 00:04:56 04:39:32 12:16:34
140 15 Schürmann, Monika  50 01:18:54 00:08:15 06:01:28 00:05:51 04:57:21 12:31:47
Topheide, Martina  40 01:36:51 00:05:58 05:51:23
W+F Gäste                
35 5 Gora, Silvia  25 01:04:28 00:05:35 05:48:55 00:04:48 03:56:16 11:00:00
646 73 Daut, Uwe  50 01:06:15 00:05:38 05:36:22 00:04:52 04:11:47 11:04:52
1205 47 Georg Hüging 55 01:03:05 00:09:31 06:12:45 00:05:46 04:49:37 12:20:41

Wasserrutsche am Badesee

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Eine weitere attraktive Bereicherung hat der Badesee am Wochenende erfahren. Der Dauerregen am Samstag war wirklich nicht dazu angetan, längere Zeit im Freien zu verbringen. Das sah Marcus Zschenker ganz anders. Der langjährige Wachleiter kann sich im wöchentlichen Rettungswachdienst am See zurzeit beruflich bedingt nicht einbringen. Am Wochenende aber hatte er frei und hat trotz des schlechten Wetters die Gelegenheit genutzt, eine lang gehegte Idee in die Tat umzusetzen: Der Badesee hat nun eine ca. dreißig Meter lange Wasserrutsche. Sein Rezept: Man modelliere ca. zwei Kubikmeter Sand zu einer länglichen Mulde, lege sie mit Teichfolie aus und beriesele sie mit Pumpen und Schläuchen von oben mit Wasser. Wer nun  auf einem Schwimmreifen sitzend oder liegend sich dem Wasser und der Schwerkraft anvertraut, erlebt eine sieben Sekunden währende tolle Rutschfahrt. Seit letztem Montag entwickelt sich die Rutsche zu einer echten Attraktion. Noch ist die Rutsche ein Provisorium, es gibt aber Überlegungen, sie zu einer Dauereinrichtung werden zu lassen.

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Helmut Wilken

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In einer Woche wird Mika Meller seinen ersten Start bei der Masters WM in Budapest schon hinter sich haben. Der gebürtige Finne, der bei W+F trainiert, aber für seinen Heimatverein an den Start gehen wird, hat Einiges vor: Für 7 Rennen ist er gemeldet.

Seit einem Tag ist es soweit: Die Masters WM in Budapest hat begonnen. Einige Tage, nachdem die Athleten der Weltspitze das Becken in der Hauptstadt Ungarns verlassen haben, sind ambitionierte Athleten aus aller Welt dazu bereit, das Wasser zum Brodeln zu bringen.

Am Montag beginnen die Schwimmwettkämpfe. Die Schwimmer starten sowohl im Hajós-Széchy Pool als auch im Dagály Swimming Complex – der Halle, in der auch Caeleb Dressel zu seinen Goldmedaillen schwamm.

Mikas erster Start ist am Dienstag. Dann stehen ihm die 100m Freistil bevor. Mittwoch und Donnerstag steht Schmetterling auf dem Programm: erst 50m dann 100m. Hier erhofft er sich Zeiten von 31,5sec bzw. 1:15min. Aufgrund lang anhaltender Schulterprobleme musste Mika das Schmetterlingtraining in den vergangenen Trainingseinheiten vernachlässigen. Gleichwohl möchte er über beide Distanzen angreifen und seine Zeiten vom letzten Jahr bei der Masters EM in London unterbieten.  

Auf die 100m Schmetterling setzt er dann noch 50m Freistil drauf. Hier peilt er eine Zeit von etwa 28,5sec. an. Am Freitag erwartet ihn dann sein persönlicher Höhepunkt der Wettkampfwoche: Hier darf er zusammen mit seinen Teamkollegen bei 2 Mixed Staffeln antreten. Diese Rennen haben für ihn die höchste Priorität.

Den Samstag über hat unser Vorbild-Athlet dann Zeit, seine Muskeln zu entspannen und einen freien Tag in Budapest zu genießen. Sein letztes Rennen bestreitet er erst am Sonntag. Dann ertönt der Startpfiff für die 50m Brust. Als krönender Abschluss soll hier noch einmal eine persönliche Bestleistung geschwommen werden.

Ein ganz schön straffes Programm, was vor ihm liegt.
Wer Mika unterstützen und anfeuern will, braucht dafür nicht am Beckenrand stehen. FINA hat einen Live-Stream eingerichtet, bei dem alle Rennen verfolgt werden können. Na, dann kann ja nichts mehr schief gehen.

Wir drücken Mika auf jeden Fall kräftig die Daumen!!

Yasmina Steins, die bei W+F trainiert, aber für ihren Heimatverein Buschhhütten bei Wettkämpfen an den Start geht, hatte es geschafft sich für die Triathlon Jugend DM in Merzig vor einer Woche zu qualifizieren.

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Die Anreise erfolgte bereits am Freitagnachmittag. So hatte Yasmina genug Zeit zusammen mit den Kaderathleten und allen Vereinsqualifizierten die Rad- und Laufstrecke zu besichtigen.  Auf das Einschwimmen einen Tag vor dem Wettkampf wurde verzichtet.

Am Abend stand dann die Eröffnungsfeier auf dem Programm. Bei der Länderparade zogen die Athleten aller Bundesländer ein. NRW stellte hier das größte Team dar. Bei der anschließenden Pasta Party wurden dann die Startunterlagen durch den Landestrainer ausgegeben und der Wettkampf besprochen. Dann hieß es auch schlafen gehen, denn am Samstagmorgen schloss der Check-In bereits um 09:00 Uhr. 

Der erste Start an dem Tag, der der Jugend B, verzögerte sich, da die Saar für den Schiffsverkehr noch nicht gesperrt war. Nachdem diese dann im Wettkampfgeschehen eingetaucht waren, ging es auch für die weiblichen Athleten der Jugend A ins Wasser – unter ihnen auch Yasmina. Doch das Einschwimmen wurde durch einen Ausflugsdampfer mit vielen Schaulustigen unterbrochen. Vor dem Start mussten alle noch einmal das Wasser verlassen. Die ersten zehn Athletinnen jeder AK der DTU-CUP Wertung wurden einzeln aufgerufen und durften sich einen Platz im Wasser suchen. Danach durften auch die anderen Triathleten in das kühle Nass springen. Yasmina positionierte sich ungünstig in der Mitte der Saar, sodass sie sehr mit der Strömung zu kämpfen hatte. Die Strömung und ihre undichte Brille ließen Yasmina nicht in ihren Schwimmrhythmus finden.  Schon früh fiel sie zurück und kam zusammen mit ihrer Vereinskollegin aus Buschhütten als 17te aus dem Wasser.

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Die 5km lange Radrunde, die es dann zu bewältigen galt, führte auf der Bundestraße an der Saar entlang. Obwohl Yasmina ordentlich Druck machte, wurde sie zum Ende der dritten Runde (von vier) von der Führungsgruppe überrundet. Zum Ende der dritten Runde hin, überholte auch die Verfolgergruppe, bei der Yasmina kurzzeitig mithalten konnte. Auf der gesamten Radstrecke zeigte Yasmina eine mehr als solide Leistung. Mit ihrer bisherigen Bestleistung auf dem Rad, konnte sie Boden nach vorne  hin gut machen und verbesserte damit ihre Chancen auf der Laufstrecke. Damit bewies sie eindrucksstark, dass sich das zusätzliche Radtraining sowie das Bikefitting bei ihrem Trainer gelohnt hatten.

Doch auf der 1,25km langen Laufrunde, die viermal zu bewältigen war, fand Yasmina erneut nicht in ihren Rhythmus. Aufgrund von zwei kurzen aber knackigen Wellen und wechselnden Untergründen kam sie nicht ins Laufen. Gleichwohl lief sie einer ihrer besten Zeiten und näherte sich ihren Konkurrentinnen. Am Ende belegte sie einen guten 17ten Platz in 1:16:08. Yasmina betrachtete ihre Leistung eher kritisch. Besonders über die Schwimmstrecke ärgerte sie sich. Seit der Qualifikation zur DM hatte sie hart an ihrer Schwimmform gearbeitet und sogar zusätzliches Krafttraining absolviert. Gerade im Hinblick auf die Windschattenfreigabe in diesem Wettkampf, hatte sie sich aufgrund dessen eine bessere Ausgangsposition nach dem Schwimmen erhofft.

Doch in Anbetracht der Tatsache, dass die DM Anfang des Jahres noch kein Thema war und die Qualifizierung im April eher überraschend kam, konnte Yasmina bei diesem Wettkampf definitiv überzeugen. Auch die Leistungssteigerung im Vergleich zum letzten Jahr ist enorm.

Mit diesem Wissen konnte Yasmina dann auch noch entspannt das Rennen der Jungs, sowie das der beiden NRW Teams bei der Team Relay anschauen, bevor es am Sonntag dann wieder nach Münster ging.

Neun Burgenbau-Teams waren am Samstag am Strand des Saerbecker Badesees angetreten, um in fairem Wettkampf Großes zu leisten.burgenbau Dreißig Kinder mit Eltern waren der Einladung der Wasserretter des Vereins  gefolgt, im Rahmen des Ferienspaß 2017 am Tag des Kindes am Badesee teilzunehmen. Die „Bademeister“  hatten Burgenbauen und Bootfahren angekündigt. Das Bootfahren beschränkte sich in diesem Jahr leider nur aufs Paddeln, weil der Bootsmotor in der Werkstatt war. Wetter und Stimmung waren gut, der Grundstein für das ein oder andere Sandbauwerk schon gelegt und auf dem See drehten Kajaks und das Schlauchboot ihre Runden, als ein längerer starker Regen Kinder, Eltern und Betreuer unter das schützende Zelt zwang. Große Enttäuschung bei allen, aber die gute Laune blieb, denn unterm prasselnden Zeltdach wurden bei Plätzchen und Schokolade die für den Wettbewerb vorgesehenen Preise verteilt.

Helmut Wilken

preisverleihung